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Digital Asset Management an Hochschulen

 

Auf Grund der zunehmenden Digitalisierung und Internationalisierung von Forschung und Lehre erfährt die wissenschaftliche Kommunikation neue Herausforderungen. Die intelligente Verwaltung von und die einfache Zugänglichkeit zu digitalen Ressourcen tragen maßgeblich zu Erfolg und Effektivität von Forschung und Lehre bei. Im Unterschied zu Content oder Learning Management Systemen treten beim Asset Management vor allem Aspekte der nachhaltigen, metadatenbasierten und zitierbaren (Langzeit-)Archivierung und des flexiblen, über Berechtigungsmodelle gesteuerten webbasierten Zugriffs auf digitale Ressourcen in den Vordergrund. An vielen nationalen und internationalen Hochschulen existieren einschlägige, interdisziplinäre Arbeitsgruppen, in denen Know-How von WissenschaftlerInnen sowie von ExpertInnen aus den Bereichen des eLearning und des Bibliotheks- und Archivwesens zusammenfließen. Die Arbeitstagung: Digital Asset Management an Hochschulen stellt sich dem Anspruch, diesen Diskussionen ein Forum zu geben und ExpertInnen dieses Bereiches einen Austausch von Erfahrungen zu ermöglichen.

Evaluations- und Implementierungsstrategien für Digital Asset Management Systeme

Gunther Reisinger
, Ludwig Boltzmann Institut Medien.Kunst.Forschung und Institut für Kunstgeschichte der Universität Graz
Digitale Quellen: Asset-Management in kunsthistorischer Forschung und Lehre

Der Vortrag diskutiert, ob und unter welchen Voraussetzungen Online-Ressourcen als kunstwissenschaftliche Quellen herangezogen werden können. Im Speziellen wird dies anhand aktueller institutioneller Bestrebungen verhandelt, online verfügbare audio-visuelle Quellen (Text-, Bild-, Video- oder Werkdatenbanken) in das kunsthistorisch-didaktische Prozedere einzubinden: in aktuellen Asset Management Systemen vorgehaltene archivarische Bestände werden einer quellenkritischen Betrachtung unterzogen.

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Rolf Brugger
, Switch
Aufbau und Architektur des Schweizer e-Learning Repository für Hochschulen

Im Frühjahr 2006 forderten Vertreter aller Schweizer Hochschulen den Aufbau eines nationalen e-Learning Repository. Im Rahmen des Swiss Virtual Campus und der e-Learning Aktivitäten von SWITCH wurden technische und organisatorische Konzepte erabeitet, Repository Systeme evaluiert sowie Prototypen implementiert. Seit Sommer 2007 werden in einem Pilotprogramm die Konzepte schrittweise umgesetzt und in real-world Szenarien in den Hochschulen getestet. Es wird angestrebt im Frühjahr 2008 ein erstes Produktivsystem anbieten zu können.

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Preservation Strategies: Standardisierung, Datenmodellierung und Metadaten

Hubert Stigler, Universität Graz
XML-basierte Strategien des Repository Designs für forschungsnahe Kontexte: Ein Erfahrungsbericht aus den Geisteswissenschaften

Nachhaltige digitale Archive erfordern auch nachhaltige, standardisierte und repräsentations-formatunabhängige Datenformate, nicht nur im Metadaten- sondern auch im Primärdatenbereich. Fragen der digitalen Erschließung, Modellierung und Archivierung von Wissensbeständen werden daher zunehmend nicht mehr nur im Bibliothekswesen diskutiert, sondern reichen in viele Fachdisziplinen hinein. Um auf vielfältige Erfordernisse wissenschaftlicher Ressourcenhaltung flexibel reagieren zu können, bieten sich hier – aus technologischer Sicht – vor allem Systeme mit XML-basierten Datenmodellen an. Im Rahmen eines Leitprojektes (GAMS) wurde an der Universität Graz in vielen assoziierten Kooperationsprojekten mit unterschiedlichsten Fachrichtungen, die Tragfähigkeit eines FEDORA Object Repository für den Aufbau eines wissenschaftlichen Asset-Pools erkundet.

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Petra Steinkellner
, Universität Graz
Wie man Gewalt standardisiert und nachhaltig archiviert

Das Institut für Informationsverarbeitung in den Geisteswissenschaften entwickelte für das Projekt "Gewalt in der Antike" (Institut für Alte Geschichte und Alterumskunde, der Karl-Franzens-Universität Graz) ein auf TEI P5 (Text Encoding Initiative) basierendes Modellierungsschema und einen darauf abgestimmten Workflow zur Bearbeitung und metadatenbasierten Archivierung. Im Rahmen des Vortrages sollen Möglichkeiten der Modellierung historischer Quellen im Kontext von Asset Management Systemen diskutiert werden.

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Martina Semlak
, Universität Graz
Dynamische Objekte: Assetdesign und -layout mit XSL

Eine Schlüsseltechnologie XML-basierter Textedition in Single Source Publishing Frameworks stellt XSL (eXtensible Stylesheet Language) dar. Mit Hilfe dieser Transformationssprache können repräsentationsformatunabhängig vorliegende Texte dynamisch in beliebige Zielformate (HTML, PDF u.a.) überführt werden. Aus einer Design- und Layoutperspektive sollen anhand praktischer Beispiele, aus dieser Technologie resultierende neue Möglichkeiten wissenschaftlicher Dokumentenhaltung in einem Asset Management System dargestellt werden.

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FEDORA ein Open Source basiertes Object Repository

Thomas Wana, Universität Wien
Phaidra - Technisches Design und Erfahrungswerte

Phaidra ist das auf Fedora basierende Digital Asset Management System der Universität Wien. Der Vortrag gibt Einblick in den technischen Aufbau des Systems und erläutert Designentscheidungen anhand der von den Pilotteilnehmern vorgegebenen Anforderungen. Insbesondere wird auf die Umsetzung des Metadatenschemas und auf die Konfiguration von Fedora eingegangen. Ein kurzer Bericht über die bisherigen Erfahrungen mit Fedora und mit anderen eingesetzten Technologien runden den Vortrag ab.

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Malte Dreyer
, Max Planck Digital Library
eSciDoc: eScience Infrastruktur fuer digitale Assets

eSciDoc ist ein gemeinsames Projekt der Max-Planck-Gesellschaft und des Fachinformationszentrums (FIZ) Karlsruhe. Neben der Unterstützung durch Eigenmittel der beiden Projektpartner wird das Projekt über einen Zeitraum von 2004 bis 2009 durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Ziel des Projektes ist der Aufbau einer nachnutzbaren Infrastruktur und Endnutzer-Anwendungen für wissenschaftliche Kommunikation und Publikation in Forschungsorganisationen. Konkret soll der langfristige und offene Zugang zu Forschungsresultaten und Forschungsmaterialien (Publikationen und Primärdaten) gewährleistet sowie innovative Formen der wissenschaftlichen und interdisziplinären Zusammenarbeit unterstützt werden. Im Vortrag werden unterschiedliche Datenstrukturen im Rahmen der Entwicklungen von Lösungen für Max-Planck-Institute vorgestellt und diskutiert. Weiterhin wird ein Überblick zur Abbildung dieser Daten in die eScience-Infrastruktur von eSciDoc geboten.

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Digital Asset Management aus BenutzerInnensicht: Anwendungsszenarien aus Forschung & Lehre

Günther Kolar, Ars Electronica Futurelab Linz und Ludwig Boltzmann Institut Medien.Kunst.Forschung

Aspekte der Vertrauenswürdigkeit digitaler Langzeitarchive
Vor dem Hintergrund der raschen Weiterentwicklung von Systemen und dem oft unsichtbaren physischen Verfall von Medien stellt sich zunehmend die Frage, ob digital vorliegende Daten auch längerfristig verfügbar sein werden bzw. gemacht werden können. Was ist zu beachten, um im Kontext von Langzeitarchiven Kriterien der Vertrauenswürdigkeit hinsichtlich Authentizität, Integrität, Vertraulichkeit sowie Verfügbarkeit digitaler Information erfüllen und bewerten zu können?

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Ulla Tschida
, Max Planck Digital Library
Digital assets in der MPG – Anwendungsszenarien und Lösungen

Der Vortrag gibt eine Übersicht der aktuellen Lösungen (solutions) und stellt die Zusammenarbeit mit den Instituten der MPG bei Konzeption, Entwicklung und Einführung in die Community vor.

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Bernd Thaller
, Universität Graz, Institut für Mathematik
DAMS basierte, wieder verwendbare Lernobjekte für die Quantenmechanik

Formalwissenschaftliche Lehrstoffe eignen sich wegen ihrer sachbedingt klaren Struktur besonders gut dafür, neuere medienpädagogische Konzepte, wie zum Beispiel das Konzept der "reusable learning objects", zu erproben. Wir präsentieren eine Implementierung dieses Konzepts im Rahmen des Fedorabasieren Asset Management Systems (GAMS) der Uni Graz. Am Beispiel von Lerneinheiten zur Quantenmechanik für den Unterricht an Schulen diskutieren wir die Vor- und Nachteile des Systems, die Design-Kriterien für den Inhalt, und die Möglichkeiten einer tatsächlichen Wiederverwertung in anderen Kontexten. Fedora/GAMS bietet eine vorteilhafte Organisationsstruktur zur Verwaltung mehrsprachiger Versionen oder inhaltlicher Varianten und zeigt große Flexibilität bei der Bereitstellung des Inhalts. Eine einfache Anbindung an andere Repositorien und die adaptive, metadatengesteuerte Erzeugung von Kursen liegen ebenfalls in Reichweite.

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Martin Engel
, Universität Wien
UNIDAM

Vor etwa zwei Jahren wurde an der Universität Wien auf Betreiben der
Philologisch-kulturwissenschaftlichen Fakultät und der
Historisch-kulturwissenschaftlichen Fakultät das uniweit verfügbare
Digital Asset Managementsystem UNIDAM eingerichtet. Die verwendete
Datenbank-Software easyDB wurde speziell für Kunsthistorische Institute
entwickelt und zeichnet sich durch ihre leichte Handhabbarkeit aus. Ihr
modularer Aufbau ermöglicht eine flexible Anpassung an die Erfordernisse
unterschiedlicher Nutzer und erlaubt sowohl die Inventarisierung großer
Sammlungsbestände als auch die Einrichtung von speziellen
Forschungsdatenbanken.

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